Das Problem von Travelbugs und Geocoins…

… ist das sie irgendwann einmal verschwinden. Meistens viel zu früh! Vermutlich wird keinem von Euch das Einzelschicksal meiner Reisenden wirklich kümmern, aber vielleicht geht es Euren Trackables ja ähnlich wie meinen und Ihr erzählt mir davon in den Kommentaren.

Der Fehmarnsche Hühnergott wurde von mir am 28.02.2008 in meinem Cache “Kriegssoll” auf der Insel Fehmarn ausgesetzt. Seit dem reiste er über 3800km über mehrere Stationen in Deutschland nach Großbritanien, mischte dort ein paar Caches auf und floh dann in die Nähe von Cannes im Südosten von Frankreich. Dort wurde er am 1.10.2010 zuletzt aus einem Cache entnommen und verweilt nun in den Händen von VindeX77.
Meine erste und letzte GCA-Coin 2010 – Standard Edition, die ich auf die Reise schickte ist genau 2 Caches weit gereist. Immerhin hat sie dabei von Deutschland aus 740km zurückgelegt und aber Dänemark nie mehr verlassen. Ich hatte sie dort Anfang 2010 ausgesetzt.
Ein noch schlimmeres Schicksal ereilte die VIP-Edition der GCA-Coin 2010. Sie verschwand direkt aus dem Cache U20, in dem ich sie aussetzte. Da es dem Cache nach wie vor gut geht, er selbst also nicht gemuggelt oder zerstört wurde, steht für mich fest, daß der Coin-Dieb ein Geocacher ist.
Auch dieser Coin war das Glück nicht hold. Nach immerhin 17 Stationen zwischen Harz, Magdeburg und Berlin nahm sie direkten Kurs von Braunschweig an die spanische Mittelmeerküste – und ward fortan nie mehr gesehen. Immerhin legte sie gut 1840km zurück.
Die Story von Sneaky ist etwas erfreulicher. Diesen TB gab ich im Dezember 2006 (ja, das ist lange her!) dem Markus aus Kerry mit. Er sollte Sneaky irgendwo in Irland aussetzen. Und so bahnte sich die Schnecke langsam einen Weg durch Irland und brachte auch ein paar schöne Fotos mit. Schaut sie euch einmal an! Nach 2272km endete die Reise der Schnecke dann im Cache “The Phoenix“.
Diese kleine Coin mit Anhänger reiste 3274km bis sie ihr Ende in den Händen eines Niederländers fand. Ich setzte sie bei einem Mallorca-Urlaub aus. Sie sollte nach Sizilien und dann wieder nach Deutschland reisen. Sizilien deshalb, weil die Coin in einem kleinen Röhrchen Sand aus Sizilien bei sich trug. Statt dessen endete die Reie in den Niederlanden. Weil der Coin-Dieb niemals auf meine eMails reagierte, trägt die Coin nun seinen Namen.
Die Schwestercoin der zuletzt genannten wurde auch von mir auf Mallorca ausgesetzt, sollte aber nach Kreta reisen. Die Insel im Mittelmeer erreichte sie nie, dafür aber die Schweiz, Frankreich, und schließlich nach fast 10.000km Canada. Und das Obwohl die Mission auf einem laminierten Anhänger geschrieben stand. Der Coin-Dieb darf stolz darauf sein, daß mein Trackable nun seinen Namen trägt..

Alle hier genannten Trackables waren nicht sehr lang unterwegs, brachten es aber teilweise auf recht lange Reisestrecken.Keiner der sieben hier genannten Reisenden wurde von Muggels gestolen, sondern verschwanden durch andere Cacher, was ich wirklich ziemlich traurig finde. Wenn man eine Coin oder einen Travelbug in einem Cache entdeckt, dann sollte man schon wissen ob man ihm zeitnah auf seiner Reise helfen will, bevor man ihn aus dem Cache entnimmt.

Ich werde weiterhin TBs und Coins von anderen Cachern bei ihrer Reise behilflich sein, aber wohl nur in Ausnahmefällen selbst neue TBs auf die Reise schicken. Der Vollständigkeit halber sei aber gesagt, daß es -wenn auch viel seltener- schöne Storys gibt. Davon erzähle ich aber in einem späteren Blogeintrag.

Geschrieben von Tricky am 11. Februar 2011 | Abgelegt unter GCA - Artikel,Geocoins,Touren & Reisen | 8 Kommentare

8 Kommentare zu “Das Problem von Travelbugs und Geocoins…”

  1. uweam 11. Februar 2011 um 17:55 Link zum Kommentar

    ich hab auf malle nen neuen tb ausgesetzt mit der bemerkung NICHT wieder nach D zu kommen. von dort hat ihn jemand mit genommen, natürlich nach D und ihn in einem cache deponiert und schon war die reise zu ende. weg….
    und das schlimme ist, es war ein cacher der ihn sich gegriffen hat. ich hab alle finder angeschrieben, keiner hat ihn genommen.
    TB33MFH

  2. Berndam 13. Februar 2011 um 17:27 Link zum Kommentar

    Mein Geocoin ,,Otto von Guericke” hat noch nicht einmal seinen Heimatort Bernburg verlassen. Er Schafte satte 9 Km.

  3. Volvetteam 14. Februar 2011 um 22:41 Link zum Kommentar

    auch wir sind trauernde um unsere ‘missing TB’, wie es offiziell und unmenschlich in der groundspeak-sprach-diktion heißt:

    –> Marking a TB as “missing” is the correct way to handle this scenario.
    Moun10Bike, Admin, Geocaching < –

    ich hatte jüngst in der 'feedback'-funktion von groundspeak angeregt, die netten TB-graveyards wieder zu legalisieren, worauf ich obige antwort bekam. wer diese seinerzeit von weitblickenden Geocachern in der hoffnung auf humanität und angemessener trauerbegleitung bei TB-todesfällen eingerichteten friedhöfe für TB's und Coin nicht (mehr) kennt, hier unsere (damals gerade noch rechtzeitig) getätigten bestattungen eigener Coin:

    http://www.geocaching.com/seek/log.aspx?LUID=68c352f9-ec74-46b3-b588-dd21164814ad

    in der summe unserer erfahrungen kann ich nur beipflichten: insbesondere alles, was bei uns nach westen über den großen teich ging, ist dort ausnahmslos verschwunden (3 stücke). du kannst riesengroße A4-laminierte gebrauchsanweisungen an deine TB schmieden, es wird sich murphymäßig immer jemand als erster den TB/die Coin greifen, der diese auf einem event nach Bielefeld (!!!), Prag (!!) oder Italien (!) entlässt, obwohl er nach Amerika, Macao oder Australien will. auch wir machen deshalb keine neuen TB's mehr und lassen keine eigenen Coin mehr reisen, was sicher irgendwie schade ist. mit bangen verfolgen wir unsere letzten vier wohl wirklich noch reisenden, zumal sie sehr persönlich sind. und wir sind immer wieder froh, wenn mal irgendwann nach monaten ein 'retrieved' oder 'placed' gemeldet wird. wir sind mittlerweile der überzeugung, dass es zu viele 'gedankenlose' cacher gibt. das hobby scheint uns heute bei neueinsteigern kurz, intensiv und eben genau so schnell verbraucht. die zwischenzeitliche sammlung von eigentum fremder leute wird auf souvenirwert herabgestuft und ggf. den kindern zum spielen gegeben, in eine (vergessene) ablage gepackt oder mit einigermaßen schlechten gewissen mental verdrängt. dass auch bewusst geklaut wird, ist ebenso unbestrittener fakt und noch trauriger als das simple vergessen!

    kurzum: wir bedauern die offensichtliche und beklagte entwicklung in sachen reisender. vielleicht wird aber durch die aktuelle situation eine neue TB/Coin-kultur des 'grabbings' das direkte reisen ins unvorhersehbare ablösen. schade ist es allemal (ich wiederhole mich), TB's und Coin nicht mehr auf ihre ureigenste bestimmungs-reise zu schicken! schade ist es aber auch, das eigentum nach 0 km reise nie wieder zu sehen!

    in diesem sinne grüßen
    VOLVETTE & DARLING

  4. MayBeam 15. Februar 2011 um 01:05 Link zum Kommentar

    Jetzt habe ich mir auch mal wieder meine Reisenden-Quote angeschaut und das ist meine traurige Bilanz:

    Von 12 Reisenden sind 8 “missing”, 1 liegt (oder auch nicht) in einem kürzlich archivierten Cache, 1 trägt den Namen der Cacherin, die ihn seit nun fast zwei Jahren hat und meine Mails konsequent ignoriert. Und ganze 2 sind noch unterwegs. Eine davon konnte ich auch erst nach mehr als einem halben Jahr und diversen Mails wieder von einem Cacher “loseisen”. Die weiteste Entfernung, die eine Coin schaffte, bevor sie verschwand, waren 20236 km.

    Mir ist so ziemlich die Lust vergangen, weitere Reisende loszuschicken. Ich finde das schade, denn es macht schon Spaß zu sehen, wohin es die Coins/TBs verschlägt.
    LG MayBe

  5. Arsosam 9. März 2011 um 14:13 Link zum Kommentar

    Also in Sachen Laufzeit und Existenzdauer hat mein erster TB wohl den Vogel abgeschossen. Es handelte sich um einen Tb mit einem Schlüssel dran. Der Schlüssel öffnet das Weihnachtsgeschenk meiner Freundin und startete in Hong Kong. Genommen wurde der TB von einem Cacher mit immerhin 3 Funden und in einen Cache 700m entfernt gelegt (nach 2 Wochen). Dort war er allerdings dann schon 1 Tag später angeblich weg. Naja, zum Glück hab ich ein Heer von Ersatzschlüsseln parat :-)

  6. MayBeam 16. März 2011 um 22:48 Link zum Kommentar

    Mal was ganz Erfreuliches: Heute wurde eine meiner vermissten Coins wiedergefunden. Sie war vor knapp einem Jahr in einem Cache abgelegt wurden und seitdem kamen nur noch Notes, dass sie nicht mehr im Cache wäre. Und jetzt wurde sie – keine 3 km entfernt – in einem anderen Cache wiedergefunden. Große Freude! :-)

    Tja, so kann es also auch gehen, das lässt hoffen…
    LG MayBe

  7. MayBeam 2. April 2011 um 13:59 Link zum Kommentar

    Und wieder eine freudige Nachricht, die nächste vermisste Coin ist aufgetaucht. Nach “Gaffi die Giraffe” ist nun auch wieder “Luka die Lokomotive” im Rennen. Ich freue mich! :-)
    LG MayBe

  8. Trickyam 27. April 2011 um 17:09 Link zum Kommentar

    Hallo Leana,

    Ich denke, einige Antworten findest du hier: http://www.cachewiki.de/wiki/Geocoin und hier http://www.cachewiki.de/wiki/Travelbug

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