GCF-Coins

das war das Geocoinfest 2012 Lisbon (GC3N1YQ)

Vor gut einer Woche habe ich meine Koffer gepackt, um am Freitag Nachmittag von Berlin (SXF) nach Lissabon zu fliegen. Anlass dieses viertägigen Kurztrips war das Geocoinfest Europe 2012 und die Einladung meines Freundes Antonio (acasim), ihn doch mal in seinem schönen Land Portugal zu besuchen. Der Einladung wollte ich unbedingt nachkommen und so konnte ich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Mega Event Geocaching – Geocoinfest 2012 @ Lisbon, Portugal from GeoPT on Vimeo.

Da es, bedingt durch eine recht dürftige Anzahl von Resturlaubstagen, ein sehr kurzer Trip wurde, war mir schon vor Beginn der Reise klar, daß Schlaf und Erholung etwas zu kurz kommen werden. In Lissabon wurde ich gegen 18:30 Uhr schon von Antonio empfangen und wir fuhren zu seiner Wohnung. Dort habe ich nur mein Reisegepäck (ein 7,8kg leichter Rucksack) abgeworfen und schon ging es weiter, denn die Zeit war knapp. Am selben Abend stand nämlich auch – nach einem kurzem Snack bei einem amerikanischem Brötchengrill -  schon das für mich erste Event auf dem Programm: der

Lisbon Geo Night Walk – GC3QBXY

Bei diesem Event hatte man die Chance, einige der Geocoinfest (GCF) – Teilnehmer zu treffen und sich das Gelände der Expo ’98 in Lissabon anzusehen.

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Bei diesem Event gab es natürlich auch die Gelegenheit, alle auf der Strecke liegenden Caches zu loggen. Da der Tross aber mit (bis dato) 91 attends recht groß war, wurden die Logbücher nur mit einem Sammeleintrag signiert und es musste nicht noch jedem der Cache durchgereicht werden. Diese Aktion war natürlich mit den Ownern der Caches abgesprochen. Der Abend endete dann für mich nach ein paar Gesprächen bei kühlem Bier um 1:45 Uhr in einem etwas zu kurzem Bett.

Am Samstag dann das Hauptevent – das diesjährige Geocoinfest Europe. Im letzten Jahr fand dies in Köln statt, wo ich mit Abwesenheit glänzte, denn zu dieser Zeit befand ich mich im Dänemark-Urlaub. Aber zurück nach Lissabon: Wie ich schon berichtete, gab es anfänglich ein kleines Chaos, denn der ursprüngliche Veranstalter archivierte aus nicht öffentlich genannten Gründen recht kurzfristig das Eventlisting. Aber die portugiesische Geocaching-Community stand bereits in den Startlöchern und stellte innerhalb von 2 Monaten eine komplett neu geplante Veranstaltung auf die Beine. Dafür haben sie einen riesen Respekt verdient und im Laufe des Tages von allen Seiten ihr Lob ausgesprochen bekommen.

Neben Geocachern aus vielen Ländern Europas waren auch die Geocaching/Coin-Shops Geocoin-Land aus Tschechien, geocoins.biz (by ernies) aus der Schweiz, geoshop.pt aus Portugal sowie der Initiator der Geogames  Mark Clemens (avroair), die portugiesische Community-Webseite geopt.org jeweils mit einem eigenen Verkaufsstand vertreten. Zudem waren aus den USA die Groundspeak Lackeys Annie Love (Love) und Jon Stanley (Moun10Bike) zusammen mit dem Reviewer RoadRunner angereist.

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Es wurde an den Ständen fleißig Geld gegen Geocoins und überall untereinander Geocoins gegen Geocoins getauscht. Auch wurde bestens für das leibliche wohl gesorgt.

Irgendwann zur Mittagszeit zogen sich Antonio, ein befreundetes Geocacher-Pärchen und ich zu einem gepflegten Mittagessen zurück. Beim Futtern haben wir dann kurzfristig beschlossen, der Veranstaltung noch 2 Stünchen länger fern zu bleiben und die Stadt zu verlassen. Das Ziel hieß

Cabo da Roca

“Hier….Wo die Erde endet und das Meer beginnt…” (Luís de Camões) steht man auf einer Klippe in 140m Höhe über dem Meer und hat einen unbeschreiblich schönen Ausblick auf die Küstenlinie. Das Cabo da Roca gilt offiziell als der westlichste Punkt Kontinentaleuropas. Genau der richtige Platz, um meinen (von den Home-Koordinaten aus gesehen) westlichsten Cachefund zu machen. Das ist der Earthcache “Cabo da Roca – DP/EC33“.

Zurück zum Geocoinfest fuhren wir dann immer an der Küste entlang, denn ich hatte noch eine weitere Mission. Bei mir trug ich einen TB, der von deutschen in Dänemark am Bovbjerg Fyr abgelegt wurde. Dieser TB möchte ganz viele Leuchttürme sehen, und dabei wollte ich ihm helfen. Die Bilder dazu findet ihr auf der Webseite des TB “Lighthouse Seeker”. Leider haben wir den Anschnitt des großen Kuchens verpasst.

©by Geocacher ‘prodrive’

Danach folgte eine Versteigerung einiger Geocoins. Der Erlös ging der Organisation Make-A-Wish zu (Verlinkt habe ich hier mal zur deutschen Webseite). Danach fand dann noch ein Bruning-Flashmop statt. Dabei legten sich alle mit ausgestreckten Händen und Füßen auf den Boden – ähnlich, und genau so bekloppt wie planking. Der Begriff “Bruning” leitet sich vom Namen des “Erfinders” Bruno (btrodriguez). Ich tätigte dann noch 2 Geocoin-Einkäufe und dann verließen wir das Event erstmal wieder. Es war schon Abend und wir wollten uns noch einmal stärken vor der

Lisbon Night Geo-Bike Tour – GC3PE1R

Um es gleich vorweg zu nehmen. Dieses Event war ein ‘once-in-a-lifetime’-Erlebnis für mich. Wann bitte hat man denn die Gelegenheit, zusammen mit 150+ Leuten in der Nacht auf dem Fahhrad 16km durch Lissabon zu fahren? Und das sogar unter Polizeischutz! Auf dieser Tour konnte ich leider keine Fotos schießen, denn aus logistischen Gründen blieb die DSLR in der Unterkunft zurück. Aber es gab andere Leute, die gut ausgestattet waren.

©by Geocacher ‘prodrive’

©by Geocacher ‘prodrive’

©by Geocacher ‘prodrive’

16km sind nicht viel, will man meinen, aber auf Grund der häufigen Auf- und Abfahrten war ich am Ende ganz schön aus der Puste. Dafür schmeckte das Bier dann um so besser. Hier noch die Runde auf der Karte:


Gegen 0:45 Uhr ging dann dieser lange und aufregende Tag zu Ende. Am nächsten Morgen klingelte um 7:00 der Wecker denn ich wollte mich mit den Groundspeak Lackeys und Reviewern treffen zum

Frühstück und Cache-Spaziergang in Belém am Ufer des Tejo

Wenn man in Lissabon ist, ist es quasi Pflicht, die berühmten Pastéis de Belém in der gleichnamigen Patisserie zu kosten. Dadurch gestärkt, führte unser kleiner Spaziergang vorbei am Palácio Nacional de Belém – dem Wohnsitz des Präsidenten, dem Mosteiro dos Jerónimos, dem Padrão dos Descobrimentos und dem Torre de Belém. Vom Flussufer in Belém starteten die berühmten Seefahrer Portugals um Ceute, Indien und Brasilien zu entdecken. Dieser Stadtteil mit seinen wunderschönen historischen Gebäuden ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Am Torre de Belém trennten sich unsere Wege, denn ich wollte mit Antonio “mal schnell” noch an

die Algarve

Er, als mein Guide, entschied, daß wir die längere, langsamere Strecke entlang der Küste nehmen. Hier gab es viel mehr zu sehen, als auf der Autobahn. Wir hielten hier und dort mal an, ich genoss die tollenOrte, allerdings hatten wir – eben wegen der langen Strecke – keine zeit für Caches. Unter anderem hielten wir am Santuário de Nossa Senhora do Cabo Espichel und am Castelo de Sesimbra bevor wir gegen 19:30 in Vale da Telha in Antonios Ferienhaus ankamen.

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Dort angekommen ging es auch gleich wieder weiter an den Strand. Zugegeben, ich war nur bis zu den Knien im 17°C kalten Atlantikwasser. Die Tatsache, daß ich keine nasse badehose in meinem Reisegepäck haben wollte, fand ich als Ausrede ausreichend. Danach fuhren wir noch nach Ribat da Arrifana. Dort fand man bei Ausgrabungen Reste einer arabischen Moschee – ein in Portugal einmaliger Sensationsfund. Ein guter Grund für Antonio hier einen Cache zu legen. Dieser soll mein bis dato südlichster, gefundener Cache und gleichzeitig der vorerst Letzte für mich in Portugal sein.

Am nächsten Morgen standen wir um 5:15Uhr auf, damit ich rechtzeitig um 10:30 wieder im Flieger Richtung Heimat sitzen konnte. Alles in allem 4 anstrengende Tage, in denen ich aber mehr gesehen und erlebt habe, als wohl die meisten Pauschaltouristen und Städtereisenden. Portugal mit seiner Hauptstadt Lissabon ist ein wunderschönes Land, dessen Einwohner ich als überaus freundliche und offene Menschen kennengelernt habe. Ich freue mich darauf, eines Tages zurückkehren zu können!

Für die Teilnahme am GCF2012 gab es sogar noch ein Souvenir:

Ach, noch was aus der Gerüchteküche: Das Geocoinfest Europe 2013 wird wohl in Prag (Tschechien) stattfinden – sehr günstig gelegen, gerade für ostdeutsche Coinliebhaber!

 

Geschrieben von Tricky am 12. August 2012 | Abgelegt unter Allgemein,Events & Stammtische,GCA - Artikel,Geocoins,Touren & Reisen | 3 Kommentare

3 Kommentare zu “das war das Geocoinfest 2012 Lisbon (GC3N1YQ)”

  1. Louis Ciferam 12. August 2012 um 21:10 Link zum Kommentar

    Es liest sich als ob Ihr viel Spass gehabt hättet :-)
    Als Coinverrückter wäre ich gern dabei gewesen, leider geht das nicht immer. Danke für den schönen Bericht.
    Viele Grüsse, Micha

  2. Quadmasteram 15. August 2012 um 09:33 Link zum Kommentar

    Hola todos,
    es war ein toller Event und alles passte, wenn man mal bedenkt, wie es begann…
    Danke für den Bericht, den man nicht besser schreiben kann :-) )

    Hasta Luego!

    Euer Quadmaster
    http://www.mallorgeo.com 05/04 – 08/04/2013

  3. António (Wimm Team)am 22. August 2012 um 06:37 Link zum Kommentar

    Bedankt voor het verslag en bedankt voor het komen naar Lissabon. We hadden veel plezier met het maken dit evenement gebeurde, maar het beste deel was het ontvangen van jullie allemaal. Nogmaals bedankt.

    Sorry voor de google vertaling;)

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