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Geocacher durch Jäger mit Waffe bedroht

Geocaching ist mittlerweile sehr oft in den Medien und ich spare es mir, hier jeden Presseartikel zu kommentieren. Was aber heute in der Volksstimme zu lesen war, schlägt dem Fass den Boden aus.

Da geht es um 2 geocachende Familienväter, die bei Ebendorf einen Cache in einem Baum loggen wollen. Sie fahren mit ihren Mopeds dort hin, einer von ihnen klettert hoch. In der Zwischenzeit taucht mit hoher Geschwindigkeit ein Fahrzeug auf, hält an und bezichtigt die beiden Cacher der Wilderei und machte laut dem einen Cacher einen aggresiven Eindruck. Plötzlich geht der Mann zu seinem Auto und kehrt mit seinem Jagdgewehr zurück und baut sich vor den Cachern auf. Auch wenn der Lauf des Gewehres nach oben zeigt, ist das für mich eindeutig eine Drohgebärde!

Der Geocacher im Baum und der Jäger setzten quasi zeitgleich einen Notruf ab – der eine, weil er sich bedroht fühlte, der andere scheinbar weil er 2 Wilddiebe zur Strecke gebracht hatte. Die herbeigerufene Polizeistreife begrüßte den Jäger mit Handschlag und schickte ihn nach Hause. Von den Geocachern wurden die Personalien kontrolliert. Die beiden Geocacher  äußerten immer weider, daß sie Anzeige erstatten wollen, aber die Polizisten gingen darauf nicht ein. Am nächsten Tag erstatteten sie Anzeige auf einem Polizeirevier gegen den Jäger. Zugleich wurde eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Polizisten eingeleitet.

Den Artikel der Volksstimme findet ihr hier: http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/938475_Ich-sah-das-Jagdgewehr-und-hatte-Angst.html

Ich möchte auf die Geschehnisse gar nicht weiter eingehen und mir meinen persönlichen Kommentar auch verkneifen. Nur so viel: Wir schütteln immer fassungslos den Kopf, wenn darüber geredet wird, daß in weiten Teilen der USA quasi jeder eine Waffe besitzen darf. Man sollte sich aber auch mal fragen, ob Menschen die hier eine Waffenbesitzkarte und/oder eine Jagdlizenz haben, wirklich alle und ausnahmslos in der Lage sind, damit verantwortungsbewusst umzugehen!

Geschrieben von Tricky am 26. September 2012 | Abgelegt unter Allgemein,Medien | 1 Kommentar

Geocacher stören den Wald – UPDATE

Wir berichteten kürzlich über einen Artikel in der Volksstimme, der auf Grund sehr schlechter Recherche unser Hobby in ein schlechtes Licht gestellt hat. Wie angekündigt, habe ich versucht mit dem Autor Herrn Dr. von Katte Kontakt aufzunehmen. ErÜber einen kleinen Umweg ist mir das auch gelungen. Ich erhielt seine eMail-Adresse und konnte ihm somit in rund 1400 Worten etwas zum Geocaching ansich, Caches in der Natur, seine Statements in der Volksstimme und meine Sicht der Dinge schreiben.

Drei Tage später erhielt ich eine Antwort: Herr Dr. von Katte bedankte sich für die Hinweise und beobachtet die Entwicklung der Sache weiter.

Geschrieben von Tricky am 4. November 2010 | Abgelegt unter Allgemein,GCA - Artikel,Medien | 2 Kommentare

Volksstimme: Geocacher stören den Wald!

In der Volksstimme vom 16.10.2010 erschien wieder ein Artikel über unser Hobby in der Volksstimme (danke an die bördebehörde für den Tipp!). Diesmal begleitete aber kein Journalist einen Cacher bei der Suche. Es erschien ein Text von Herrn Dr. jur. Cristoph von Katte, Rechtsanwalt (Interessenschwerpunkt: Wirtschafts- und Landwirtschaftsrecht) und Inhaber eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes.

Dieser Artikel ist so niederschmetternd schlecht recherchiert, daß sich mir die Nackenhaare aufstellen! Dort heisst es etwa:

Schätzungen gehen von 140 000 „Schätzen“ aus, die mittlerweile im bundesdeutschen Wald auf ihre Finder warten.

Das mag ich zu bezweifeln, denn das würde heißen, daß nur 10.000 von insgesamt 150.000 Caches in Deutschland (Stand August 2010) in Stadten, Dörfern und anderen nicht bewaldeten Orten liegen.

Aber handelt es sich bei dieser neuen Sportart nicht schon um eine Art Veranstaltung im Wald?

Nein! Denn es ist keine Sportart, sondern ein Hobby und auch keine Veranstaltung. Selbige setzt nämlich einen Veranstalter voraus, den es aber nicht gibt. Jeder geht cachen wann er Lust hat – alleine oder in einer kleinen Gruppe.

Liegt eine genehmigte Lagerung von Abfällen vor?

Nein! Denn per Definition im Abfallgesetz ist Abfall u.a. nur dann, wenn  “der Abfall wirklich verwertet oder beseitigt wird, oder wenn jegliche Sachherrschaft über eine Sache aufgegeben wird. Ein Entledigungswille wird gesetzlich unterstellt, wenn der ursprüngliche Zweck einer Sache aufgegeben wird, und kein unmittelbar neuer Zweck vorhanden ist.” (Quelle: wikipedia.de)

Zählt zur Erholung im Wald auch das Auslegen und Verstecken von naturfremden Gegenständen?

So lange es dazu keine richterliche Entscheidung oder ein Gesetz gibt, kann man darüber sicherlich sehr lange debattieren. Man sollte aber nicht vergessen, daß viele Caches (die auch wirklich im Wald liegen) meist auch einen “Bildungsauftrag” haben und den Wald mit allen seinen Bewohnern pflanzlicher und tierischer Natur näher bringen sollen. Wenn ich jetzt in meinem Gedächnis krame fällt mir auch spontan kein Cache ein, bei dem man im “Panzermodus” durchs Unterholz trampeln MUSS, um zum Cache zu kommen. Zudem achten die Reviewer auch darauf, daß Geocaches in Naturschutzgebieten so platziert werden, daß Wege nicht verlassen werden müssen.

Handelt es sich um einen Familienspaziergang oder um eine Veranstaltung?

Es handelt sich um Geocaching – ein Hobby! Man kann schlecht ein Spiel, welches weltweit seit 10 Jahren gespielt wird, als Veranstaltung bezeichnen.

Was mich immer wieder den Kopf schütteln lässt, ist die Tatsache, daß der gemeine Waldbesitzer scheinbar überhaupt nicht an einem Kompromiss – oder wenigstens an einem Gespräch interessiert ist. Hier lässt ein Jurist in einer Tageszeitung unser Hobby in einem ganz schlechten Licht erscheinen – unter anderem durch falsche Tatsachen und schlechte Recherche. Erst kürzlich berichtete mir ein befreundeter Cacher davon, daß  er von einem Anwalt, der die Interessen eines Waldbesitzers vertritt, über geocaching.com kontaktiert wurde. Im allerfeinsten Juristendeutsch wurde er aufgefordert seinen Cache aus dem Wald zu entfernen. Mein Freund kam dieser Aufforderung nach, nicht aus Angst vor rechtlichen Schritten, sondern weil es ein Spiel ist und Spiele Spass machen sollen. Sich mit Grundbesitzern rumärgern, die gleich ihre Anwälte loshetzen gehört definitiv nicht in die Kategorie “Hobby & Spass”. Auch in diesem Fall signalisierte der Waldbesitzer keine Gesprächsbereitschaft.

Ich habe einen Versuch gestartet, mit Herrn Dr. von Katte in den Dialog zu kommen, mal sehen ob das klappt.

Geschrieben von Tricky am 22. Oktober 2010 | Abgelegt unter Allgemein,GCA - Artikel,Medien | 8 Kommentare

Des Kaisers Handy – Johanniskirche Magdeburg

Zu der optischen Telegrafenlinie Berlin – Koblenz gab es in der Volksstimme neulich einen kleinen Artikel, der auch noch einmal HIER nachzulesen ist. Für alle, die nicht wissen, was das nun mit Geocaching zu tun hat: An vielen der ehemaligen Stationen sind Caches versteckt – so auch an der Johanniskirche Magdeburg. Weia, wie mir gerade auffiel, gibt es gar keinen Cache der Serie (mehr) an dieser Station. Helft mir auf die Sprünge, mir ist so, als ob da mal einer war. An der Kirche selbst liegt ein Tradi (GC16EC5), welcher allerdings keinen Bezug zur Telegrafenlinie hat.

Es gibt auch eine Bookmark-Liste, auf der einige der bedosten Stationen der Linie verzeichnet sind.

Geschrieben von Tricky am 29. April 2010 | Abgelegt unter GCA - Artikel,Geocaches,Medien | 4 Kommentare

Sportartikelgeschäft wirbt für Geocaching

Ich staunte nicht schlecht, als ich in der Volksstimme von gestern eine Werbebeilage von Sport2000 fand, auf dessen Rückseite über Geocaching informiert wurde. Natürlich nur, weil das Geschäft die passenden Outdoor-Schuhe liefert. Etwas schlecht recherchiert, spricht man von 900.000 Caches weltweit. Wirklich sind es aber über 1 Million aktive, bei Groundspeak gelistete Dosen. Sehr gut informiert diese Werbung über die 3 verschiedenen Cachtypen: Traditional, Multi und die allseits bekannten Themencaches. Hab ich was verpasst?

Für alle, die gern selber mal lesen möchten, hier der besagte Artikel, der auch online im aktuellen Outdoor-Katalog zu finden ist:

Quelle: Sport2000 Outdor-Gesamtkatalog

Quelle: Sport2000 Outdor-Gesamtkatalog

Geschrieben von Tricky am 28. April 2010 | Abgelegt unter GCA - Artikel,Medien | 2 Kommentare

Team Jerichow in der Volksstimme

Und wieder einmal ist unser Hobby für die Medienwelt interessant geworden. Zum Glück diesmal ohne negative Schlagzeilen.  Ein Bericht von Theodor Hamann, der Darkstone und geometer beim Dosensuchen begleitet hat.

Team-Jerichow-09-06-24

Geschrieben von Tricky am 29. Juni 2009 | Abgelegt unter GCA - Artikel,Medien | 1 Kommentar

Geocaching-Bericht im Magazin KULTOUR Februar/März 2009

Volvette fand diesen zweiseitigen Artikel in der kostenlosen Beilage der “Volksstimme”. Darin werden 2 Geocacher begleitet, die die Caches GCZ202 – Weinberg Hohenwarthe und GC1117P – Kein Drive In… besuchen.

Beitrag aus “KULTOUR”

Geschrieben von Tricky am 1. März 2009 | Abgelegt unter GCA - Artikel,Medien | Keine Kommentare

Negative Schlagzeilen und Halbwahrheiten der Medien

Beitrag in den RadioSAW-Regionalnachrichten am 19.11.2007 um 1530 Uhr:
Schatz-Suche in Magdeburg löste Polizei-Goß-Einsatz aus.
Anwohner hatten zwei verdächtige Gestalten in der Schlachthofstraße beobachtet – die mit reichlich Werkzeug – Sonntagnachmittag – über die Feuerleiter – auf das Dach des großen Einkaufscenters kletterten. Die Polizei rückte mit 5 Streifenwagen an – und stellte – keine Einbrecher – sondern zwei Schatz-Sucher. Die Männer machten bei einem Handy-Spiel mit – und hatten sich offenbar bei den Koordinaten geirrt – denn auf dem Dach war kein Schatz.
Danke an den RadioSAW Hörerservice für die Bereitstellung des Beitrags in Textform!

Volksstimme vom 20.11.2007:
“Schatzsuche auf dem Dach”
Passanten riefen am Sonntag gegen 14:15 Uhr die Polizei in die Schlachthofstrasse. Zwei Männer seien gerade dabei in einen Supermarkt einzubrechen. Die Polizei setzte sofort fünf Streifenwagen in Marsch Am Tatort angekommen, trafen die Beamten tatsächlich auf zwei Männer. Diese gaben an, an einem Navigations-Spiel teilzunehmen und auf der Suche nach einem ‘Schatz’ zu sein. Dazu hätten sie per Handy entsprechende Koordinaten bekommen, die sich auf dem Dach des Marktes kreuzten. Die Polizei blieb erst einmal skeptisch und ermittelt.

und nun die Warheit:
Von dem Betroffenen Cacher war im geoclub.de zu lesen, dass er und sein minderjähriger Sohn definitiv kein Werkzeug bei sich trug. Sein Sohn wollte (offensichtlich in seinem jugendlichen Leichtsinn und Forschungsdrang) die Aussicht vom oberen Ende der Feuerleiter (des Parkhauses, NICHT des Supermarktes!) genießen. Die Polizei rückte dann mit 2 Fahrzeugen und ca. 4-5 Beamten an.

Geschrieben von Tricky am 21. November 2007 | Abgelegt unter GCA - Artikel,Medien | Keine Kommentare